Galerie Aujourd'hui 12-06


LQ 24
Französisch-
Buchholz

Architektur

LQ24

Editionen

Virtueller
Büchertisch

Buch-, Graphik- und Photo-Editionen

EINFLUSSREICHE KUNSTAGENTINNEN
Vortragsreihe im Schloss Schönhausen

Kunst-Werkstätten
Künstler und Werkstätten www.spreeinsel.de
               
Aktueller Ausblick   Architektur, Stadt und Land   Rückblick   Impressum  

 

Willkommen. Bienvenue.

Die Landwirtschaft ist die erste aller Künste,
ohne sie gäbe es keine Kaufleute, Dichter und Philosophen.
Nur das ist wahrer Reichtum, was die Erde hervorbringt.
Friedrich II.


In der Veranstaltungsreihe EINFLUSSREICHE KUNSTAGENTINNEN im Schloss Schönhausen wird Sie die Berliner Kunsthistorikerin Elke Blauert mit Susanne Schinkel (1782-1861) bekannt machen.



Vortrag von Elke Blauert

" Susanne Schinkel als Hausherrin der Berliner Bauakademie" (Einladung)


Bogengiebel mit Initialen von Elisabeth Christine

Veranstaltungsreihe von Edition Aujourd'hui, LandesFrauenRat Berlin e. V. und Deutschen AkademikerinnenBund e. V. im Schloss Schönhausen

EINFLUSSREICHE KUNSTAGENTINNEN


Schloss Schönhausen mit Schlossgarten blickt auf eine mehr als dreihundertjährige Geschichte zurück. Seine Blütezeit erlebte das Anwesen zwischen 1740 und 1797, als Königin Elisabeth Christine (1715-1797) im Sommer hier wohnte. Schloss Schönhausen war ein Geschenk von Friedrich II. an seine Gemahlin.

Schloss Schoenhausen, Gartenseite

Dieser Ort Schloss Schönhausen mit Schlosspark mag mit neuem geistvollen Leben erfüllt werden, nachdem die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) diesen verdienstvoll erforschte und im Zuge beispielhafter Sanierung denkmalgerecht seit 2005 wiederherstellte und im Dezember 2009 eröffnete. Das von öffentlicher und privater Hand wiedererrichtete Bau- und Garten-Denkmal kann besonders den Künsten und ihren Musen ein dienlicher Ort sein und diesen durch seine Aura und die liebevolle Hege seiner Verwalter zu einem begehrten Zukunftsort werden lassen.
Die Veranstaltungsreihe EINFLUSSREICHE KUNSTAGENTINNEN im wieder eröffneten Schloss Schönhausen ist eine private Initiative von Edition Aujourd'hui: ein Forum für publizistische Leistungen, vor allem von Frauen, in der Wissenschaft und Kreativwirtschaft, um Gedanken, Ideen und Forschungsergebnisse an prominentem Ort öffentlich zu machen.
Unter dem Motto „Frauen bewegen Berlin“ unterstützt der LandesFrauenRat diese Veranstaltungsreihe. Entdeckungen und Wissenszuwächse, Bekanntes und Unbekanntes sollen im Kontext der Berliner Geschichte vorgetragen werden. Vieles ist vergessen oder noch nicht erforscht, was Kunstsammler, Förderer und Mäzene bei der Entstehung zahlreicher Kunstsammlungen und zum Kunstschaffen geleistet haben. Diese vielschichtigen Einflüsse von Kunst und Wissenschaft auf die Kultur – ob mit privaten Sammlungen, in Galerien, Museen und Bildungsstätten wird oft von Frauen maßgeblich gestaltet.

EINFLUSSREICHE KUNSTAGENTINNEN

Die Auftaktveranstaltung fand am Do 25. Februar 2010 statt:
Dr. Samuel Wittwer, Direktor der Abteilung Schlösser und Sammlungen, SPSG, begrüßte uns im Schloss Schönhausen. Dann sprachen Grußworte: Juliane Freifrau von Friesen, Vorsitzende des LandesFrauenRat Berlin, und Prof. Dr. Elisabeth de Sotelo, Bundesvorsitzende des Deutschen Akademikerinnenbund e. V., Bundesgeschäftsstelle Berlin. Zur Einführung in die Veranstaltungsreihe sprach Anne Schäfer-Junker, Edition Aujourd'hui. Den Eröffnungs-Vortrag hielt Dr. Nina Simone Schepkowski, Kunsthistorikerin und Autorin des gleichnamigen Buches: "Johann Ernst Gotzkowsky. Kunstagent im friderizianischen Berlin".

Zur zweiten Vortrags-Veranstaltung am Mi 9. Juni 2010, 18.15 Uhr (Einladung als pdf) sprach Dr. Burkhardt Göres, Direktor der Schlösser der Stiftung Preußische Schlösser u. Gärten i. R., zu "Katharina die Große von Russland - Europas berühmteste Sammlerin und die Gründerin der Eremitage". Die Grußworte von Juliane Freifrau von Friesen, Vorsitzende des LandesFrauenRat Berlin, und Prof. Dr. Elisabeth de Sotelo, Bundesvorsitzende des Deutschen Akademikerinnenbund e. V., Bundesgeschäftsstelle Berlin, sind hier ebenfalls nachlesbar.

Bitte klicken Sie Hier, um die Grußworte und Vorträge zu lesen.

Anne Schäfer-Junker, Berlin

Vogelbrunnen, Schloss Schoenhausen


Die Erzieherin von Königin Luise – Salomé de Gélieu

Ein Buch von der Berliner Autorin Claudia von Gélieu

Die Erzieherin von Königin Luise, Pustet Verlag

Zum jüngst im Juli 2010 begangenen 200. Todestages der sehr jung verstorbenen preußischen Königin Luise (1776-1810) gelesen, erscheint dieses Buch wie für den tagesaktuellem Zusammenhang zu den zahlreichen Gedenkveranstaltungen der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg gemacht.

Diese als Biographie einer Gouvernante detailreich beschreibende Prosa der Berliner Autorin Claudia von Gélieu ist im Pustet-Verlag, Regensburg erschienen und sollte unbedingt auf jedem Literaturzettel besonders an Kulturgeschichte und humanitärer Bildung Interessierter stehen.
Lesen Sie hier weiter


Haus Schäfer in Berlin-Pankow, OT Französisch-Buchholz - LQ 24 A

Willkommen Friedrich Hölderlin Pfad Entreé Ibn Sina Patio mit Marika Voß-Skulptur Foyer mit Breuer Amaryllis am Patio Klostergarten
Foyer Himmelstreppe Träumen auf LC 4 Heizkamin Treppen-Galerie Kamelie im Pflanzenhaus
Im Pflanzenhaus - Kleine Orangerie
Vier Kuppeln - vier Weltreligionen Fernansicht Schnee nimmt Platz Stiefmütterchen-Winter Bad mit "Cecila" Zinnien am Hannah Höch Weg Hausgarten mit Pflanzenhaus
 

lq 24a französisch-buchholz

Point de vue virtuelle d'Aujourd'huifür Kunst auf der Fischerinsel - in Berlin-Mitte im Wohnhochhaus. Kunst in sehr privatem Umfeld zu genießen ist eindrücklich und in hellen, lichtvollen Räumen mit einem städtischen „Ambiente“ zwischen Drinnen und Draußen, besonders anregend: Gehaltvolle tête-à-têtes mit Photographen und Kunstfreunden, anregende Rendez-vous des originaux der kreativen Szene...

 

lq 24a französisch-buchholz

... das Leben in einem Haus voll Sonne nach eigenen Ideen gebaut, Leben in der Natur und an einem historischen Ort der ersten französischen Kolonie im 18. Jahrhundert, das Vertiefen in die eigene Bibliothek - das bringt neue Lebensqualitäten...

Copyright Text und Photos:
anne schäfer-junkerEdition Aujourd'hui

 

lq 24a französisch-buchholz

... das Anlegen, Pflegen und Genießen eines schönen Gartens, das Leben in Architektur und Raum - nach dem Vorbild der Bauhausmeister - des Bauhauses - eröffnet einen ganz neuen Horizont und schafft einen irdischen Ort der Bleibe und des Daseins...

Unsere Visitenkarte aus Französisch-Buchholz

 

 
 

lq 24a französisch-buchholz

copyright 2005 - 2008/ ernst b. schäfer und anne schäfer-junker

copyright 2005 - 2008: entwurf/ ausführung / bauleitung: architekt peter meyer - architekten mghs, berlin, statik: kruse; controlling: bartke;

baugenehmigung: stadtentwicklung / bauamt pankow; Natur- und Umwelt-Amt Pankow; gasag; vattenfall; berliner wasserbetriebe; kabel deutschland; telekom; rohbau/fassade: barthel / feetz; klinker: reimann / petersen tegl; innen-planung: roth / grube; elektro: ziesche, elektro-planung/ausführung köhler; dach: gruber / solik; tiefbau: harder; heizung/sanitär: weigel; pfosten-riegel-fassade: batimet / manecke und ausführende firmen; tischler/parkett: kutz / lemke; kaminbau: krappe; maler wentzel / belling; fliesen-mosaik wincentz randt; außenanlage: lemke / niebergall

2.4.2010

 

lq 24a französisch-buchholz

An der Nordperipherie der Stadt gibt es Stille und Luft, Sonne und Regen, Blumen und Bäume - gibt es Ruhe zum Träumen wenn der Tag vorbei geht und die Nacht den Schirm ihres HalbDunkel öffnet.

Zinnie mit Fuchsschwanz

Eine Zinnie mit Fuchsschwanz-Schmetterling am Hannah-Höch-Weg in unserer Gartenanlage, wo alle Wege nach DichterInnen und PhilosophInnen benannt sind.

 

lq 24a französisch-buchholz

Suchen und Finden, Wachsen und Blühen, Luft und Sonne, Entdecken und Verinnerlichen, Träumen und Navigieren, sind wieder mehr in die Natur verlagert - weg aus der Berliner Mitte mit ihrem Lärm und der nicht enden wollenden Zerissenheit der Auffassungen von Stadt und Zukunft.

Bartnelken aus Französisch-Buchholz

Bartnelken am Johann-Wolfgang-Goethe-Weg an der Südseite des Hauses lq 24 a

 

 
Die Seiten werden fortlaufend aktualisiert. 21.7.2010

Ausblick

In seinem Buch "Die Stadt in der Wüste" schreibt Antoine Saint-Exupéry:
"... und es gibt nicht deshalb keine Gedichte mehr, weil die Macht des Gedichtes erloschen wäre. Oder keine Liebe mehr, weil die Macht des Antlitzes erloschen wäre. Oder keine Macht Gottes mehr, weil sich im Herzen des Menschen nicht mehr die Weite des in seine Nacht versunkenen Ackerlandes erstreckte, aus dem die Pflugschar Blumen und Zedern emporwachsen läßt.

Ich habe die Beziehungen zwischen den Menschen mit wirklicher Aufmerksamkeit verfolgt und deutlich die Gefahren einer Klugheit wahrgenommen, die in dem Glauben lebt, daß die Sprache oder die Antworten in einem Wortwechsel etwas zu erfassen vermöchten. Denn das, was in mir ist, läßt sich nicht auf den Wegen der Sprache übermitteln. Es gibt kein Wort, um das auszusprechen, was in mir ist. Ich kann es nur in dem Maße bezeichnen, in dem du es schon auf anderen Wegen als durch das Wort verstehst: etwas durch das Wunder der Liebe oder weil du mir gleichst, da du vom selben Gott gezeugt wurdest. Andernfalls mühe ich mich vergebens, die in mir versunkene Welt ans Licht zu ziehen. Und wie es meine Unbeholfenheit gerade mit sich bringt, zeige ich nur die eine oder die andere ihrer Seiten auf. So gebe ich bei jenem Berge, den ich bezeichne, seine Höhe wieder; er ist aber noch ganz etwas anderes. Oder ich sprach von der Majestät der Nacht, während du die Kälte der Sterne spürst ..."


 
Spreeinsel - Ostseite

Berlin-Mitte: Die Stadt wächst im Hin und Her der Politik, zwischen Rekonstruktion und Neu-Aufbau mit Alt-Eingesessenen und Neu-Siedlern und gebärdet sich gegen eine neue, andere Zukunft.

Die Nach-Kriegsgeschichte hatte die Stadt und Deutschland geteilt.

Hier, an und auf der Spreeinsel im Herzen Berlins entstand die Stadt im 12. - 13. Jahrhundert aus Cölln und Berlin - erst jüngst wurden bei archäologischen Rettungsgrabungen vor Bauarbeiten Reste des bislang ältesten Berliner Hauses von etwa 1170 gefunden. Heute schlägt hier wieder das Herz Berlins, der durch Kriege fast zerstörten Stadt.

Portrait Rahel

Nach dem Fall der Berliner Mauer 1989 kam die große Neugier in Ost und West langsam aus den Häusern gekrochen, auf den Straßen und Schienen in die Stadt der euphorischen Menschen und durch die Luft bewegten sich Ströme von Fliegern, um das noch Unaussprechliche hin und her zu transportieren.

Für mich wurde die Begegnung mit den "imaginären" Teilhaberinnen des historischen berliner Geisteslebens plötzlich wieder interessant, um die eigene Identifikation zu hinterfragen und schärfer zu bestimmen. Die Literatur- und Kunstwelt erhielt langsam einen primären Stellenwert, und das eigene Umfeld begann eine neue Dynamik zu entwickeln, in bescheidenem Maße an und in äußeren Gesten und sehr privat - jeder Tag war dem Sinn nach "aujourd'hui" und wichtig.

Portrait Bettine
Portrait Lasker-Schüler
Portrait Pauly

 

 

Und Heute hieß auch, daß jedes Heute die ganze Gegenwart sei.

Ich erinnerte mich berühmter Frauen - natürlich Rahel, Bettine, Else Lasker-Schüler, die wenig bekannte Julie Schrader und KünstlerInnen wie Charlotte E. Pauly und Ingrid Goltzsche - sie alle standen "Pate".

Besonders eine sehr späte Bekanntschaft, aber auf mich sehr einflußreiche Beziehung mit und zu der jüngst verstorbenen literarisch-künstlerisch tätigen Ingeborg Wilutzky aus Berlin-Tiergarten brachte mir die geistig aktiven Frauen des jetzigen Berlin näher, die sich in einer Welt zu behaupten hatten, die mir bisher unbekannt war... eine Generation oder zwei vor mir, meine Nicht-Zeit-Genossinnen. Sie machten Mut mit ihren eigenen Lebens-Geschichten, ihrem Kampf um Haltungen und Entscheidungen.

Gekramt habe ich bei der Suche nach dem geistigen Leben Berlins, nach meinem Einzug in ein Hochhaus auf der Fischerinsel, auch in meinen zahlreichen eigenen Bücherkisten. Einige "neue" alte Bücher aus der eigenen Bibliothek habe ich "wieder"gefunden, aber auch hervorragende Neuerscheinungen in den Buchhandlungen und Antiquariaten entdeckt.

Wiederentdeckt habe ich auch den lange "vergrabenen" Reiz der eignen kleinen Privat-Sammlung von Kunstwerken und mich auf die Suche nach neuen Bekanntschaften und vielleicht Freundschaften begeben.

Ausblick auf die Fischerinsel
Die Erinnerung daran, wie unglaublich frei ich mich in der Höhe, an der Skyline der Stadt, gefühlt habe, bleibt die Erinnerung an Leben für eine bestimmte Zeit.

Das Wohnen im Hochhaus ist etwas völlig anderes als das Wohnen zu ebener Erde. In den sehr inspirierenden Erlebnissen der Außen-Welt beim Blick aus dem 12. Stock entspannen die Augen und die Seele baumelt fröhlich an den vorbeiziehenden Wolken. Beim frühmorgendlichen, täglichen, abendlichen und nächtlichen Blick über die Häuser des alten und neuen Berlin ändern sich ständig die Wolken-Szenarien. Die Stadtkulisse ist lebendig und weckt die Phantasie auf ganz eigenartige Weise. Den Augen gibt der weite Blick eine ungeheure Entspannung - nördlich entlang der Spreeinsel bis zur Museumsinsel. Die Außen-Welt "malt" phantastische Bilder von der Stadt am Fluß. Es formen sich sekündlich wechselnde Himmelsbewegungen, die das Spiel von Licht und Schatten, Sonne und Regen in windiger Höhe immer in neue Farbszenen setzen.

Fischerinsel Wolkenpanorama

Der alte Gedanke, gute Bilder sprechen zu lassen und sie zur geistigen Reflexion auszuwählen, vor dem fast Rundum-Panorama des Hochhauses, bewegt beim Aufenthalt in ungewohnter Höhe ganz außerordentlich. Ein starker "innerer" Reiz erwächst gegenüber der sich vergrößernden Stadt mit großräumiger Tendenz zur Stadtanlage und wachsender Lebenskultur.

Ich freue mich hier mit Ihnen über Ihren Besuch meiner Internetseiten. Vielleicht nennen wir es einfach einen "coup d’œil" sich via Internet miteinander virtuell bekannt zu machen.

 

Anne Schäfer-Junker im Februar 2008